Alejandro Oliván gehört zu den aktivsten Saxophonisten im Bereich der zeitgenössischen Musik und Klangexperimentierung. Die enge Zusammenarbeit mit Komponist:innen sowie die Mitwirkung am kreativen Prozess neuer Werke bilden einen zentralen Bestandteil seiner künstlerischen Tätigkeit. Dieses Engagement für aktuelle Musik führte zur Uraufführung zahlreicher Kompositionen und zur Zusammenarbeit mit aufstrebenden wie international renommierten Komponist:innen, darunter Georges Aperghis, Peter Eötvös, Klaus Lang, Simon Steen-Andersen, Marco Momi, Chaya Czernowin, Nadir Vassena und Germán Toro Pérez.

Alejandro Oliván studierte Saxophon bei David Ruiz und Andrés Gomis, bevor er seine Ausbildung an der Hochschule für Musik Basel bei Marcus Weiss fortsetzte. Dort absolvierte er Masterstudiengänge in Performance und Musikpädagogik sowie eine spezialisierte Weiterbildung im Bereich Hochschuldidaktik und universitäre Lehre. Darüber hinaus vertiefte er seine kammermusikalische Ausbildung mit Duo Signal als Teil seiner künstlerischen Spezialisierung.

Im Laufe seiner Karriere wurde Alejandro mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Zu seinen wichtigsten Auszeichnungen zählen der 1. Preis beim Wettbewerb der Basler Orchester Gesellschaft (CH), der 2. Preis beim Nicati Wettbewerb für Neue Musik, der 2. Preis beim Kiefer Hablitzel Wettbewerb (CH), der 2. Preis beim 1st Exigentia International Saxophone Competition (IT) sowie der 2. Preis beim 11ème Concours du Jura (CH).

Als Solist trat er unter anderem mit dem Kammerorchester Basel (CH), der Real Filharmonía de Galicia (ES), dem National Symphony Orchestra of Colombia sowie dem Staatsorchester Darmstadt (DE) auf. Darüber hinaus arbeitete er mit Ensembles und Orchestern wie ORCAM – Orquesta de la Comunidad de Madrid (ES), dem Lucerne Festival Orchestra (CH), Ensemble Collegium Novum Zürich (CH), Ensemble Aventure Freiburg (DE), Ensemble Lemniscate (CH), Ensemble Zone Expérimentale (CH), Ensemble Klangforum Heidelberg (DE) sowie dem Saxophonquartett Sigma Project (ES) zusammen. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Simon Rattle, Walter Nussbaum, Peter Eötvös, Emilio Pomárico und Matthias Pintscher.

Alejandro wurde zu internationalen Festivals und Konzertreihen eingeladen, darunter die Darmstädter Ferienkurse (DE), ZeitRäume Basel (CH), Tage Neuer Musik Weimar (DE), das Impuls Festival Graz (AT), das Rümlingen Festival (CH), die Outear Series am Experimental Sound Studio in Chicago (US), die Null Point Series in Buffalo (US), die No Hay Banda Series in Montreal (CA), Rainy Days (LU) sowie die Early Night Concerts in Lugano (CH).

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit engagiert sich Alejandro intensiv im Bereich Musikvermittlung und Hochschullehre. Er unterrichtete unter anderem an der Manhattan School of Music (New York), der Longy School of Music (Boston), dem Conservatorio Superior de Música de Granada, der Universidad Alfonso X el Sabio (Madrid), dem Conservatorio Superior de Música de Albacete, dem Conservatorio Superior de Música de Aragón, der University of Medellín, der University of Cali (Kolumbien) sowie am Conservatorio Superior de Castilla y León, wo er 2022 als Professor tätig war.

Von 2022 bis 2025 war er Assistenzprofessor für Saxophon an der Hochschule für Musik Basel an der Seite von professor Marcus Weiss.

Zuletzt erschienen Einspielungen mit seinen Kammermusikensembles Gyre Ensemble und Fx Kollektiv bei den Labels Another Timbre und Adora New Music.

Alejandro ist Mitglied von Duo Signal, Fx Kollektiv, Konus Quartett und Gyre Ensemble und widmet sich intensiv der zeitgenössischen Musik und kollaborativen Konzertpraxis.